Märtyrerstadt St. Vith

Die Stadt St. Vith gilt als Zentrum des Südens der Deutschsprachigen Gemeinschaft, auch „belgische Eifel“ genannt. Besucher von Nah und Fern lockt St. Vith unter anderem als „Möbelstadt“: Auf 100.000 m² sind Möbel ausgestellt! Daneben locken zahlreiche Schlemmer- und Einkaufsmöglichkeiten.

Ardennenoffensive

Die Stadt St. Vith wurde im Zweiten Weltkrieg fast vollständig zerstört. Weihnachten 1944 wagten die deutschen Truppen einen letzten großen Vorstoß - bekannt als Ardennenoffensive. Die Bewohner waren ausgebombt - in eisiger Kälte wurden am Rande der Stadt Notquartiere zusammen gezimmert. Aus diesen entstand später ein ganzes Stadtviertel: die Neustadt. Im Jahre 2004, 60 Jahre nach der Ardennenoffensive, wurde St. Vith vom belgischen Staat als Märtyrerstadt ausgezeichnet.

Stolzer Büchelturm

St. Vith, an einer großen Handelsstraße zwischen Köln und Frankreich nicht nur günstig, sondern auch äußerst gefährlich gelegen, wurde im Laufe der Jahrhunderte immer wieder zerstört und nieder gebrannt. Eines der wenigen erhaltenen Bauwerke ist der Büchelturm, ein Befestigungsturm aus dem Jahre 1350.

Nicht verpassen: den Katharinenmarkt („Katrengemaart“) im November, das Heimatmuseum, das Schloss in Wallerode (17. Jahrhundert), die Wandmalereien in der Bartholomäus-Kapelle in Wiesenbach, das Biermuseum in Rodt und die Blaustein-Route in Recht.

Lage: Zentral im südlichen Teil der DG
Einwohner Gemeinde: 9.303
Fläche: 147 km²
Höhenlage: 450-500m

Ortschaften: Alfersteg, Amelscheid, Andler, Atzerath, Breitfeld, Crombach, Eiterbach, Galhausen, Heuem, Hinderhausen, Hünningen, Lommersweiler, Neidingen, Neubrück, Neundorf, Nieder-Emmels, Ober-Emmels, Recht, Rödgen, Rodt, Schlierbach, Schönberg, Setz, Steinebrück, St. Vith, Wallerode, Weppeler, Wiesenbach