Lontzen – Schlösser und Kapellen

Die Gemeinde Lontzen liegt im Westen der Deutschsprachigen Gemeinschaft und grenzt an die Wallonie, direkt an der Autobahn E40 (Aachen-Brüssel) und an mehreren wichtigen Nationalstraßen. Durch die verkehrsgünstige Lage spielt das Transport- und Logistikwesen eine entscheidende Rolle.

Kleine Gemeinde mit „Großem Haus“

Lontzen war vom 11. bis 18. Jahrhundert - als das Land nördlich des Hohen Venns zum Herzogtum Limburg gehörte - eine unabhängige Herrschaft. Das Schloss Lontzen wird auch „Großes Haus“ oder „Welkenhuysen“ genannt. Nach einem Großbrand im Jahre 1970 wurde die Burg wieder aufgebaut. Sie zählt heute zu den ältesten Befestigungsanlagen in der Deutschsprachigen Gemeinschaft.

Bankensitz

Die Ortschaft Walhorn war zur Limburger Zeit Sitz einer der „Banken“. Diese Banken hatten nichts zu tun mit Geld. Vielmehr waren dies die Verwaltungs- und Justizeinheiten des Herzogtums. Zur Bank Walhorn gehörten außer Eupen (Bank Baelen), Kelmis (Bank Montzen) und Lontzen alle Dörfer im Norden der DG. Das Walhorner Schöffengericht verwaltete die Bank-Angelegenheiten und richtete über Gut und Böse. Es soll so mancher Verbrecher am Galgen auf dem Johberg hingerichtet worden sein...

Hof halten in Walhorn

Königshof, Krümmelhof, Krützhof – so heißen die alten Gutshäuser in Walhorn, die man auch heute noch bestaunen kann. Besucher sollten sich ebenfalls die zahlreichen alten Kapellen und Kirchen ansehen. Die St. Hubertuskirche in Lontzen aus dem Jahr 1770 steht unter Denkmalschutz, der Kirchturm der St. Stephanuskirche in Walhorn ist über 800 Jahre alt.

Lage: Die westlichste Gemeinde der DG, nördlich des Venns
Einwohner: 5.582
Fläche: 29 km² 
Ortschaften: Astenet, Herbesthal, Lontzen, Walhorn