Grenzüberschreitende Zusammenarbeit

Die Deutschsprachige Gemeinschaft ist ein wichtiger Partner in der Euregio Maas-Rhein (EMR). Neben der DG gehören die belgischen Provinzen Lüttich und Limburg, die Städteregion Aachen auf deutscher Seite und in den Niederlanden die Provinz Niederländisch-Limburg dazu. Die „Stiftung Euregio Maas-Rhein“ hat ihren Verwaltungssitz seit 2008 in Eupen, der Hauptstadt der DG. Die Euregio ist heute ein gemeinsamer Lebens- und Kulturraum. Dies spiegelt sich unter anderem in der großen Mobilität auf dem Arbeitsmarkt wieder. Zwischen der DG einerseits und der Wallonie, Flandern, Luxemburg, Deutschland und den Niederlanden andererseits gibt es starke Pendlerströme.

Auch in der Großregion mit den Partnerregionen Saarland und Rheinland-Pfalz (D), Lothringen (F), Wallonische Region/Französische Gemeinschaft (B) und Luxemburg ist die DG engagiert. Das Ziel der Partner lautet auch hier: Förderung der gemeinsamen wirtschaftlichen, kulturellen, touristischen und sozialen Entwicklung – hin zu einem gemeinsamen Lebensraum im Europa der Regionen.

Nicht umsonst gelten Grenzregionen wie die DG und ihre Partner als „Labor Europas“. Denn neben den Vorteilen stellen unterschiedliche nationale Sozial- und Steuersysteme insbesondere für Pendler und Dienstleister auch Hindernisse dar. Im Verbund mit den Partnern und auf unterschiedlichen Ebenen arbeitet die DG daran, diese abzubauen, z.B. mit bilateralen Abkommen und Verträgen. Denn in ihren Zuständigkeitsbereichen kann die DG auch mit Staaten Abkommen schließen.

Seit vielen Jahren profitieren die Menschen in der DG von Europäischen Programmen. Erfolgreiche Projekte wurden u.a. im Rahmen des Europäischen Sozialfonds (ESF) und der verschiedenen INTERREG-Programme realisiert.

Vorzeigeprojekte sind beispielsweise Initiativen, die innovative Entwicklungsstrategien für ländliche Gebiete fördern (LEADER+) oder auch die Existenzgründungsinitiative „Xistence“ der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Ostbelgiens, WFG. Die WFG berät übrigens nicht nur Ostbelgier, sondern auch Menschen jenseits der Grenzen.

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